Informationen

  • Kategorie: Stromnetz, Wärmesektor
  • Mehrwert: Räumliche Transparenz,
    Gemeinsame Datenbasis für alle Akteure,
    Sektorübergreifende Planung
  • Anbieter: Westenergie Netzservice GmbH
    Vormals digikoo GmbH – die Gesellschaft wurde in die Westenergie Netzservice GmbH integriert.

Herausforderungen der Klimawende

Strom und Wärme lassen sich nicht mehr getrennt planen. Jede neue Wärmepumpe erhöht die Last in der Ortsnetzstation. Jedes neue Wärmenetz entscheidet mit, welche Gasleitungen langfristig noch gebraucht werden. Photovoltaik und Ladepunkte verschieben die Spitzen zusätzlich. Damit fällt auch die bisherige Planungsgrundlage weg: Das klassische Standardlastprofil bildet die Realität nicht mehr ab. Wärmepumpen, Elektromobilität, Speicher und PV erzeugen Lastgänge, die sich nicht mehr aus Durchschnittswerten ableiten lassen.

Gleichzeitig ändern sich die Vorgaben laufend – Wärmeplanungsgesetz, Gebäudeenergiegesetz, Förderprogramme, Regeln für steuerbare Verbraucher. Planungen sind deshalb oft überholt, bevor sie umgesetzt sind. Dazu kommen viele Beteiligte mit unterschiedlichen Zielen. Die Kommune braucht einen belastbaren Wärmeplan. Der Netzbetrieb braucht verlässliche Lastprognosen. Der Vertrieb sucht Kunden für Wärmepumpe, Fernwärme und Photovoltaik. Das Stadtwerk muss entscheiden, wo es investiert. Und Bürgerinnen und Bürger wollen wissen, womit sie künftig heizen.

Die Daten dafür sind meist vorhanden – nur an vielen Stellen: GIS, ERP, Abrechnung, Messwesen, Asset-Datenbanken, Fachanwendungen und Tabellen, in unterschiedlichen Formaten und Ständen. Jede Auswertung wird dadurch aufwendig, und Ergebnisse sind schwer nachvollziehbar. Was fehlt, ist eine gemeinsame Sicht auf Gebäude, Netze und die künftige Entwicklung.

Unsere Antwort

Das digipad bringt diese Informationen auf eine Karte – als digitaler Zwilling Ihres Versorgungsgebiets. Es wird gebäudescharf abgebildet: Heiztechnik, Sanierungsstand, Verbräuche und Erzeugungsanlagen, ergänzt um Ihre Netz- und Anschlussdaten. Darauf aufbauend sehen Sie, wo Wärmepumpen, Photovoltaik und Ladepunkte dazukommen, wie stark Leitungen und Stationen ausgelastet werden, welche Gebiete sich für ein Wärmenetz eignen und welche Gasabschnitte langfristig entbehrlich sind.

Gerechnet wird mit Ihren Daten und Ihren Annahmen, nicht mit Durchschnittswerten. Annahmen zu Preisen, Förderung, Sanierung und Technologiehochläufen lassen sich jederzeit anpassen. Ändern sich die Rahmenbedingungen, passen Sie die Annahmen an und rechnen neu.

So entsteht eine gemeinsame Grundlage für Entscheidungen: Lastprognosen und Engpassgebiete für den Netzbetrieb, Investitions- und Wärmenetzbewertungen für Stadtwerke, Zielkunden für den Vertrieb und ein nachvollziehbarer Wärmeplan für die Kommune.

Mit digipad in sechs Schritten zur Klimawendestrategie

Jeder Schritt beantwortet eine zentrale Planungsfrage und liefert ein Ergebnis, auf dem der folgende Schritt aufbaut.

Schritt 1

Bestandsanalyse

Wo stehen wir heute?

Gebäude, Verbräuche, Netze und Erzeugungsanlagen werden zu einer belastbaren Datengrundlage zusammengeführt.

Schritt 2

Potenzialanalyse

Welche Chance bietet unsere Region?

Abwärme, Geothermie, Wind und Photovoltaik werden bewertet – ebenso Wärmenetz- und Sanierungspotenziale.

Schritt 3

Szenarioanalyse

Wie könnte sich die Zukunft entwickeln?

Regulierung, Förderung und Markthochläufe werden variiert und stundenscharf bis zum Zieljahr gerechnet.

Schritt 4

Infrastrukturzielbild*

Wie sollte unsere Infrastruktur aussehen?

Strom, Gas, Wärme und Wasserstoff ergeben ein integriertes Zielbild der künftigen Infrastruktur.

Schritt 5

Transformationsplan*

Was müssen wir tun und wann?

Maßnahmen und Investitionen werden priorisiert und in einen abgestimmten Transformationspfad überführt.

Schritt 6

Stakeholder-Kommunikation

Wie kommunizieren wir das nach außen?

Ausgewählte Ergebnisse werden öffentlich zugänglich gemacht und in die eigene Website eingebunden.

* Diese beiden Schritte erarbeiten wir derzeit im Rahmen des Customizings gemeinsam mit Ihnen – auf Grundlage der Daten und Modelle aus dem digipad. Die Ergebnisse werden fortlaufend in die Plattform überführt.

Für Netzbetreiber, Stadtwerke, Energievertriebe und Kommunen

Eine Datengrundlage, vier Perspektiven – Bereich anklicken für die typischen Anwendungsfälle.

Netzbetreiber
  • Stationsauslastung und Netzausbaubedarf für die nächsten Regulierungsperioden abschätzen
  • Erreichbarkeit im Störungsfall über Isochronen bewerten und Einsatzwege verkürzen
  • Rückbau- und Umwidmungskandidaten im Gasnetz identifizieren
Stadtwerke
  • Wirtschaftlichkeit eines Wärmenetzes je Quartier abschätzen
  • Auswirkungen des Gasausstiegs auf das eigene Geschäft bewerten
  • Konzessions- und Beteiligungsgespräche mit Kommunen faktenbasiert führen
Energievertriebe
  • Haushalte mit Potenzial für Wärmepumpe, Fernwärme und PV erkennen
  • Wechselgefährdete Gasheizkunden vor der Heizungserneuerung ansprechen
  • B2B-Zielkunden mit Kontakt-, Unternehmens- und Energiebedarfsdaten identifizieren
Kommunen
  • Wärmeplanung nach WPG fristgerecht erstellen und fortschreiben
  • Sanierungspotenziale im kommunalen Gebäudebestand bestimmen
  • Bürgerdialog und Beteiligungsverfahren mit einer öffentlichen Karte begleiten

Das zeichnet das digipad aus

Starke Datengrundlage auf Gebäudeebene

Rund 22 Mio. Gebäude in allen etwa 10.800 Kommunen Deutschlands – mit Wärmebedarf, Heizungsbestand, Verbräuchen und Erzeugungsanlagen.

Vier Sektoren integriert

Strom, Wärme, Gas und Mobilität liegen auf einer gemeinsamen Datenbasis – so werden Wechselwirkungen zwischen den Sektoren frühzeitig sichtbar.

Analysen auf Ihr Gebiet zugeschnitten

Quartier, Baublock, Netzgebiet oder frei gezeichneter Umriss: Sie wählen das Gebiet, alle Kennzahlen und Auswertungen beziehen sich sofort darauf.

Self-Service für Ihr Team

Eigene Netz- und Verbrauchsdaten einspielen, Szenarioparameter setzen, exportieren – und über Rollen festlegen, wer welche Daten sieht: Netzbetrieb, Vertrieb, Kommune oder Öffentlichkeit.

KI-Assistent

Fragen zum gewählten Gebiet direkt im Kartenkontext stellen und Auswertungen erhalten – ohne Umweg über Fachabteilungen oder Exportdateien.

Berichte auf Knopfdruck

Standardisierte Berichte zu Bestandsanalyse, Eignungsprüfung, Potenzial- und Szenarioanalyse – direkt nutzbar für Gremien und Verwaltung.

Sicherheit und Vertrauen

Erfahrung aus dem Betrieb kritischer Energieinfrastruktur, etablierte Datenschutz- und Compliance-Prozesse sowie moderne Cloud-Security-Konzepte.

Ihr Ansprechpartner

Florian Hampel

Florian Hampel

Wir machen sichtbar, wie sich die Klimawende vor Ort entwickelt und welche Infrastruktur dafür benötigt wird.

Kontakt

Sie möchten wissen, wie sich die Klimawende auf Ihre Netze und Infrastruktur auswirkt? Wir zeigen Ihnen das digipad an Ihrem Anwendungsfall.

Standort:

Westenergie Netzservice GmbH
Florianstr. 15 – 21, 44139 Dortmund

Telefon:

+49 (0) 173 1706 546